Fast Food macht deine Seele schlapp

Burger & Pommes fördern Entzündungen im Körper & Gehirn. Das Immunsystem steht in Alarmbereitschaft.


Tanja-Salkowski_Kopftopf_fastfood

Zugegeben: Der Gang zum goldenen "M" und anderen Fast Food-Läden ist schon manchmal sehr verführerisch. Wie genüsslich man doch in so einen Burger reinbeißen kann, wenn man großen Hunger hat. Pommes schmecken doch sowieso jederzeit und an jedem Ort und zu jeder Gelegenheit! Am Besten mit Mayo UND Ketchup!

Kennst du das auch? Nicht selten kommt es vor, dass ich mich aber nach der großen Fressorgie so richtig mies fühle. Abgesehen von meinem schlechten Gewissen, wird mein Körper so richtig müde und träge, mein Kopf ist nicht mehr ganz wach, meine Emotionen sind gereizter und mein Darm spielt total verrückt.


Letztendlich setze ich also für 5 Minuten Fast Food-Spaß mein gesamtes Immunsystem in Alarmbereitschaft. Und meine Psyche streikt obendrauf.


Nein nein, du brauchst jetzt keine Angst vor jeder Pommes zu haben. Es ist vollkommen okay, mal einen Fast Food-Tag zu zelebrieren. Genieße es! Wenn es allerdings (fast) jeden Tag passiert, dann könnte dich das in große Schwierigkeiten manövrieren.


Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass eine ständige Aktivierung des Immunsystems, zum Beispiel durch chronische Entzündungen (...) zur Entstehung von #Depressionen und bipolaren Störungen beitragen können. (Biological Psychiatry 2010;67(5):446–457)

Interessant, oder? Echt kluge Wissenschaftler der Universität Bonn (und auch andere) fanden dies nämlich heraus: Burger, Pommes & Co. beeinflussen unser Immunsystem. Der Körper reagiert schneller mit Entzündungen, wenn wir kalorien-, zucker- und fettreiche Nahrung zu uns genommen haben. Also, wenn wir dies ständig tun.

Durch bestimmte Inhaltsstoffe der Nahrung (zu viel gesättigte Fettsäuren, zu viel Zucker, zu viel ungesunde Kohlenhydrate) wird das sogenannte Inflammasom aktiviert. Es setzt im Körper entzündliche Botenstoffe frei, die wiederum zu einer Reihe von chronischen Erkrankungen wie z.B. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Rheuma führen kann.


Man kann sich das quasi so vorstellen, dass durch eine bestimmte Nahrungsaufnahme dem Körper miese Bakterien zugefügt werden. Der Körper reagiert abwehrend, versetzt sich in Alarmbereitschaft und produziert Entzündungen. Er befindet sich quasi im Dauerstress – und der Psyche geht es letztendlich damit auch nicht sehr gut.


Diese folgenden Punkte können also dazu führen, dass dein Immunsystem nicht richtig arbeitet und du dich dementsprechend auch seelisch schlapp fühlst:

  1. Zu wenig Bewegung

  2. Zu wenig Sonnenlicht

  3. Zu wenig Erholung / Schlaf

  4. Zu viel Stress

  5. Zu viel Rauchen

  6. Zu viel Alkohol

  7. Darmkrankheiten

  8. Vitalstoffarme Ernährung wie z.B. Fast Food


Du kannst also vieles selbst beeinflussen, auch wenn es manchmal nicht so einfach ist. Ich kann davon ein Liedchen trällern.


Nochmal: Natürlich sollst du in deinem Leben nicht gänzlich auf Burger & Co. verzichten. Ich werde mit Sicherheit zukünftig auch das ein oder andere Mal genüsslich reinbeißen – ein Freizeitparkbesuch ohne Pommes Rot-Weiß ist für mich geradezu undenkbar!


Viel mehr geht es darum, bewusst zu essen und seinen Körper nicht zu malträtieren. Schließlich ist er rundum die Uhr für uns da und braucht unsere gesamte Aufmerksamkeit.


Fazit: Wenn du das ein oder andere Mal auf die Fahrt zum goldenen "M" verzichtest und stattdessen etwas Leckeres und Frisches kocht, wird sich dein Gemüt sehr schnell dafür bedanken. Versprochen!